Namibia ist seit Jahren ein Geheimtipp unter Europäern, die eine Safari abseits des Massentourismus suchen. Die weiten, menschenleeren Landschaften, die roten Sanddünen von Sossusvlei, die Wüsten-Elefanten in Damaraland – das alles macht Namibia zu einem ganz besonderen Reiseziel. Dazu kommt die politische Stabilität, ein hohes Maß an Sicherheit und die gute Infrastruktur, die Selbstfahrerreisen besonders angenehm macht.
Doch wie steht es um die Kosten? Ist Namibia teuer zu bereisen? Die Antwort hängt stark von der Art Ihrer Reise ab. Von Low-Budget-Camping bis hin zu Luxuslodges mit privatem Guide ist alles möglich. Hier erfahren Sie, wie teuer eine Namibia-Reise wirklich ist – und wie Sie das Beste aus Ihrem Budget machen.
Beste Reisezeit für Namibia: Auch eine Preisfrage
Die ideale Reisezeit ist nicht nur vom Klima, sondern auch vom Preisniveau abhängig. Die Hauptreisezeit liegt zwischen Juni und Oktober. Das ist Trockenzeit – perfekt für Tierbeobachtungen. Gleichzeitig sind Flüge und Unterkünfte in dieser Zeit am teuersten.
Wer flexibel ist, kann viel sparen: Die Nebensaison von November bis März bietet heißere Temperaturen, aber weniger Touristen und günstigere Preise. Auch die Schulternsaison (April bis Mai sowie September bis November) ist empfehlenswert – angenehme Temperaturen, gute Tierbeobachtungen und moderate Kosten.
Wie lange sollte man für Namibia einplanen?
Eine klassische Rundreise dauert 10 bis 14 Tage. Das reicht für die Highlights wie Etosha Nationalpark, Sossusvlei, Swakopmund und das Damaraland. Wer tiefer eintauchen möchte, plant besser 2 bis 3 Wochen ein. So lassen sich auch abgelegenere Regionen wie Kaokoland oder die Zambezi-Region integrieren – mit mehr Zeit für Erholung.
Was kosten Flüge nach Namibia?
Flüge aus Europa nach Namibia (Windhoek) kosten je nach Saison zwischen 600 und 1.200 Euro. Wer frühzeitig bucht oder während der Nebensaison reist, findet oft günstigere Angebote. Die meisten Verbindungen führen über Johannesburg oder Addis Abeba.
Wie teuer sind Unterkünfte in Namibia?
Namibia bietet für jedes Budget eine passende Unterkunft:
- Camping: ab 10 € pro Nacht (Selbstversorgung)
- Budget-Gästehäuser: 20–50 € pro Nacht
- Mittelklasse-Lodges: 100–200 € pro Nacht mit Halbpension
- Luxuslodges: 300–1000+ € pro Nacht mit Vollverpflegung, Safaris und Extras
In Lodges sind Mahlzeiten oft inklusive. Wer mit Dachzelt reist, spart deutlich, hat aber weniger Komfort.
Safari in Namibia: Was kosten Pirschfahrten & Nationalparks?
Der Eintritt in Nationalparks wie Etosha kostet ca. 10 bis 30 Euro pro Tag. Eine geführte Pirschfahrt im offenen Fahrzeug kostet etwa 40 bis 70 Euro pro Person.
Wer selbst fährt, zahlt nur für den Mietwagen und den Sprit. Ein 4×4 mit Dachzelt kostet ca. 80 bis 150 Euro pro Tag. Addiert man Versicherung und Diesel (ca. 1,30 €/Liter), kommt man bei einer Rundreise auf etwa 800 bis 1.200 Euro Mietkosten insgesamt.
Essen & Trinken: So viel kostet kulinarischer Genuss
Namibia ist kein Land für Feinschmecker im klassischen Sinne, aber sehr günstig im Vergleich zu Europa:
- Straßenessen oder Take-Away: 3–6 € pro Mahlzeit
- Lokale Restaurants: 7–12 € pro Hauptgericht
- Mittelklasse-Restaurant: 15–30 € für ein 3-Gänge-Menü
- Luxus-Lodge-Dinner: oft im Preis enthalten oder 50–100 € pro Person
In Lodges ist Wasser, Tee, Kaffee meist inklusive. Alkoholische Getränke sind günstig: Ein Bier kostet ca. 1,50 €, ein Glas Wein 2–4 €.
Was kosten Aktivitäten und Erlebnisse in Namibia?
Viele der besten Erlebnisse in Namibia sind kostenlos: Düne 45 besteigen, an der Skelettküste entlangfahren oder den Sonnenuntergang im Damaraland genießen.
Kostenpflichtige Highlights:
- Heissluftballonfahrt über Sossusvlei: ab 350 €
- Bootstour in Walvis Bay: ca. 30–50 €
- Besuch bei den Himba: 20–40 €
- Quadbiking in der Wüste: ab 40 €
Transport & Mietwagen in Namibia
Namibia ist ein klassisches Selbstfahrerland. Öffentliche Verkehrsmittel sind kaum vorhanden. Mietwagen sind daher fast immer notwendig.
- Kleinwagen (nur für Städte): ab 30 €/Tag
- SUV oder 4×4 (empfohlen für Nationalparks): 70–150 €/Tag
- Dachzelt-Camper: 90–160 €/Tag
Einwegmieten und Versicherungen können Zusatzkosten verursachen. Wichtig: Reifenversicherung abschließen, da Schotterstraßen Pannen häufig machen.
Wie kann man in Namibia günstig reisen?
- Selbstfahrer mit Camping: Die günstigste Option. Man spart bei Unterkünften und Touren.
- Nebensaison nutzen: Weniger Touristen, niedrigere Preise.
- Lokale Anbieter wählen: Statt internationale Ketten lieber regional buchen.
- Längere Aufenthalte: Oft gibt es Rabatte ab 3 Nächten.
- Reisekosten teilen: Als Paar oder Familie spart man bei Mietwagen und Unterkünften.
Lohnt sich Luxus in Namibia?
Absolut. Wer bereit ist zu investieren, bekommt in Namibia ein Safari-Erlebnis der Extraklasse. Private Konzessionen, exklusiver Zugang zu abgelegenen Gebieten, persönliche Betreuung und Top-Service sind inklusive.
Ein Aufenthalt in einer High-End-Lodge in Damaraland, Sossusvlei oder Etosha kostet zwar schnell 800+ Euro pro Nacht, ist aber für viele ein “once-in-a-lifetime”-Erlebnis.
Fazit: Ist Namibia teuer zu bereisen?
Namibia kann teuer sein – muss es aber nicht. Wer mit dem Dachzelt reist, selbst fährt und in der Nebensaison unterwegs ist, kommt mit einem geringen Budget aus. Wer Komfort, Service und einmalige Erlebnisse sucht, findet im Hochpreissegment unzählige Möglichkeiten.
Kurz gesagt: Namibia bietet für jedes Budget eine passende Reiseform. Und jede davon ist unvergesslich.
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